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Zusammenarbeit der Akteure (IGF 2013, 2. Tag)

Zusammenarbeit der Akteure (IGF 2013, 2. Tag)


Prinzipien, moralische und ethische Werte der digitalen Gesellschaft und die Rechte benachteiligter Gruppen im Fokus des zweiten Tags des IGF 2013.

Auch der zweite Tag des IGF began mit einer Diskussion um die Stärkung der Medienkompetenz von Jugendlichen. Digitale Bürgerschaft, d. h. Mitglied der digitalen Gesellschaft zu sein, wurde als ein Instrument erörtert, um Kindern und Jugendlichen ihre Rechte und ihre Verantwortlichkeit im Netz bewusst zu machen. Jugendliche aus aller Welt, die an der Session teilnahmen, argumentierten, dass ihre Eltern selbst nicht genügend mit dem Internet vertraut seien, um ihnen zu zeigen, wie man sich sicher und verantwortungsbewusst im Netz bewegt. Daher wurde gefordert, dass andere Akteure - wie z. B. Sozialarbeiter - Kinder und Jugendliche unterstützen. Die Jugendlichen forderten aber auch die Internetanbieter auf, verantwortung dafür zu tragen, dass ihre Nutzerinnen und Nutzer sich umsichtig und rücksichtsvoll verhalten.

In einer parallelen Vormittagssession wurden Prinzipien der Zusammenarbeit der verschiedenen an Internet Governance beteiligten Akteure in einem breiteren Sinne diskutiert. Regierungsvertreter und Zivilgesellschaft stimmten darin überein, dass derartige Prinzipien sinnvoll und notwendig seien. Aber wenn sie Wirkung entfalten sollen, dürfen sie nicht auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner basieren.

Die Rechte benachteiligter Gruppen wurden in einem Workshop behandelt, der gemeinsam von der Dynamic Coalition on Accessibility und der Dynamic Coalition on Public Access in Libraries organisisert wurde. Die Barrierefreiheit von Webangeboten ist immer noch ein kritischer Punkt. Obwohl die Web Accessibility Guidelines leicht angewandt werden können und die UN Behindertenrechtskonvention neue Aufmerksamkeit auf die Bedarfe von menschen mit Behinderungen gelenkt hat, gibt es immer noch Anbieter, die behaupten, es sei zu schwierig und zu teuer ihre Webseiten zugänglich zu gestalten - die Webseite der Paralympics wurde als ein Beispiel genannt. In diesem Workshop wurde auch darauf hingewiesen, dass Benachteiligung in erster Linie aus den sozialen Verhältnissen, in denen die Menschen leben, resultiert. Diese gesellschaftlichen Gruppen benötigen zusätzliche Unterstützung und niedrigschwellige Angebote für den Zugang zum Internet und den dort verfügbaren Informationen. Dabei können Bibliotheken eine wichtige Rolle spielen, wie auch die Erfahrungen im Projekt Digital Literacy 2.0 gezeigt haben, das von einem Konsortium unter Leitung der Stiftung Digitale Chancen durchgeführt wird.

In einer Open Forum Session des Projekts Together against Cybercrime wurden als ein anderes Mittel, um Digitale Integration zu erreichen, Domains in den verschiedenen Schrifttypen, wie z. B. kyrillisch oder arabisch, genannt. So könnten Menschen, die dem Internet gegenüber bisher eher zögerlich sind, direkt an lokal relevante Inhalte in ihrer jeweiligen Landessprache herangeführt werden.

Bibliothekarinnen und Bibliothekare aus der ganzen Welt trafen sich am Ende des Tages zur Sitzung der Dynamic Coalition on access in public libraries, organisiert von der International Federation of Library Associations - IFLA. Die Rolle, die Bibliotheken bei der Vermittlung von Medienkompetenz und Zugang zu Informationen spielen, stand auf der Agenda dieser Session. Die Digitalisierung von Inhalten und die Nutzung digitaler Endgeräte sind ein wichtiges Element bei der Wahrnehmung dieser Aufgaben. Im Rahmen der Dynamic Coalition soll dazu der weltweite Austausch von Bibliotheken intensiviert werden, um den Prozess der digitalen Integration weltweit voranzubringen.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Internet Governance Forum.

 

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